Wie liest du?

Wie liest du?

Gedrucktes Buch oder E-Book? Ein guter Roman wirkt in beiden Formaten mitreißend. Aber was ist umweltfreundlicher?

Lesen und Träumen


Kannst du dich erinnern, welches gedruckte Buch du zuletzt gelesen hast? Wie sich das Papier beim Umblättern anfühlte und wie das Cover aussah? Beim Lesen von „echten“ Büchern speichert unser Gehirn parallel zum Buchinhalt viele Sinneswahrnehmungen ab, die es beim digitalen Lesen nicht gibt. Das Ergebnis: Wir merken uns den Inhalt besser, wenn wir ihn auf Papier gelesen haben.

 

Lesen und CO2-Fußabdruck

Jetzt denkst du vielleicht: Na ja, schön und gut – aber was den Energieverbrauch anbelangt, muss ein digitales Lesegerät den Papierbüchern doch bestimmt überlegen sein!

Nun – schauen wir uns den Energieverbrauch genauer an:

Für ein Buch muss zuerst ein Baum gefällt, Papier und Farbe hergestellt werden, dann braucht es Geräte zum Drucken und Zusammenbinden. So viele Schritte, bis du ein Buch in den Händen halten kannst. Dazwischen noch der Transport in die Buchhandlung, wo du es abholen musst, oder die Lieferung nach Hause.                            

Dagegen wirkt die digitale Leseart
fast schon elegant. Der Text ist meistens
sowieso elektronisch vorhanden, vielleicht
noch ein Coverfoto dazu, und klick – schon
steht das Buch Millionen von Leserinnen
und Lesern irgendwo auf einem gut gekühlten Server zur Verfügung. Du brauchst es nur noch auf dein Lesegerät herunterladen. Übrigens, Lesegeräte verwenden eine sehr sparsame Technologie, die Stromkosten fürs Lesen machen auch für literaturhungrige digitale Leseratten weniger als 50
 Cent pro Jahr aus.


Ist ein Lesegerät der klare Sieger?


Bei dieser Annahme stoßen wir auf einen Stolperstein: das Lesegerät selbst.

Der Energieaufwand für die Herstellung eines Lesegeräts vom Rohstoffabbau bis zur Fertigstellung in vielen Produktionsschritten, spätere Entsorgung und Recycling einberechnet, ist etwa 30 Mal höher als bei einem gedruckten Buch. Erst ab dem einunddreißigsten gelesenen E-Book auf demselben Lesegerät kommst du also in den Bereich, wo das digitale Lesen im Vergleich zu Print ökologisch die Nase vorn hat.
 
Entsorgst du dein Gerät früher, hättest du dir lieber ein paar schöne Hardcover-Bücher geleistet. Die lassen sich übrigens auch gut deinen Freundinnen und Freunden weiterschenken. Möchtest du noch ökologischer handeln, ist der Weg in die Bücherei – zu Fuß, mit Fahrrad oder öffentlichem Verkehrsmittel – das Richtige.
 
Eine gute Nachricht zum Schluss für alle E-Book-Fans: Eure Lese-Ökobilanz lässt sich deutlich verbessern, wenn ihr viele Bücher lest und am Ende seiner Lebensdauer den Akku im Lesegerät austauscht. Mithilfe von YouTube schafft ihr das locker selber.
 
 
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